Das geschätzte Berliner DJ- und Produzenten-Duo Trickski, im letzten Jahr von uns bereits für die ihre formidablen Stücke Pill Collins oder den Clear Eyes-Remix gerühmt, heißen das (immer noch) neue Jahr mit einem frischen Mix willkommen. Klar, macht jeder, aber eben auch nicht ganz so charmant! Enjoy!
Paule Paulsen et moi nässen uns schon eine ganze Weile ein. Der jetzt auf Vinyl erhätliche Grund: "Pill Collins", dieser unverschämt schiebende - äh - Schieber aus dem Hause Trickski, der dem viel zu oft geschnittenen Herrn Collins huldigt. Rest passt auch, obwohl die beiden Trickski Stücke die Remixes deutlich überragen:
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Das halbe Jahr ist um, Zeit also für eine Bestandsaufnahme. Was waren unsere Favorites, was hat überzeugt und was ist hängengeblieben? In den nächsten Tagen stellen euch die HHV.DE-Autoren/Blogger hier ihre bisherigen persönlichen Top Ten des Jahres vor. Wir erklären, erzählen oder lassen einfach mal den Track/Song für sich stehen. Paul macht den Anfang. Spontan aufgelistet, ohne Gewähr auf Vollständigkeit.
Anfangen möchte ich mit einem (kleinen) Bekenntnis zu Danilo Plessow, der ja bekanntlich auch hinter Motor City Drum Ensemble steckt. Seitdem er in den vergangenen Monaten diese gottverdammten Rhodes weglässt, wissen mich seine Tracks auch endlich zu überzeugen. Wenn er dann auch noch so analog-'oldschoolig' und in DJ-Sneak-Manier um ein kurzes Vocal-Sample herumjackt wie auf seinem Alias Jayson Brothers und dem verzückenden "The Game", verzeihe ich ihm später vielleicht doch noch die für mich unsägliche Raw Cuts-Serie. Buy
Nicht Omar-S, Moodymann, Theo Parrish, Andrès oder Kyle Hall. Zwar lieferte jeder der (vor-) genannten Protagonisten in diesem Jahr mindestens einen überragenden Beitrag ab, meine zwölf Punkte nach Detroit gehen trotzdem an Marcellus Pittman, der auf seiner Maxi "Erase The Pain" süffisant zwischen den Stilen wechselt und dem klaustrobphobischen Maschinenfunk "Sync" einen frechen R&B-Edit entegegensetzt. (Illa 5 Ela) Buy
Auf das Phänomen Drake habe ich bislang überhaupt keine Rücksicht genommen, bis mich die Kollegen von Weknowrap auf folgenden Freestyle aufmerksam gemacht haben, der mich gänzlich überzeugt hat. Kurz und schmerzlos: Irgendwie macht Drake heute die Musik, von der Kanye West nichts mehr wissen will. Nicht immer gut, aber immer ehrlich, jenseits von den üblichen Plattitüden, sowie amtlich produziert. Wer hält dagegen? Give it 2 Me! Buy
Wer derart gekonnt ein Boys-II-Men-Sample aus seinem Kontext destilliert und in einem typisch-englischen Stil-Hybrid in epische Sphären hievt, der hat den letz- und diesjährigen Hype um seine Person vollkommen verdient. Joy Orbison's EP "The Shrew Would Have Cushioned The Blow” kommt zudem mit amtlichen Actress-Remix, "So Derobe" bleibt für mich jedoch eindeutig das stärkere Stück. Buy
Meine Schwester mag es. Mein Bruder mag es. Meine Freundin sowieso. Meine Kumpels lieben es. Ihr auch, ich auch. Wenn sich in diesem Jahr alle auf einen Track einigen können, dann ist es Aloe Blacc's "I need a Dollar", das gleichzeitig den Titeltrack der fantastischen neuen Serie "How To Make It in America" markiert. No escapin' this. Buy
Sauce Money kannte ich bisher gar nicht, aber Sauce Money ist auf jeden Fall zurück. Und wie. Zur Single Snipershot bleibt nicht viel zu sagen. "Shit is crack" wie irgendjemand in den youtube-Kommentaren in Rapper-Manier trefflich zu resümieren versteht. Leider noch nicht auf Tonträger erhältlich.
Der nächste vollkommen legitime Hype dreht sich natürlich um Floating Points, der auf Shark Chase zu einer der größten Basskeulen der House-Geschichte ausholt. Try this at home, im Klub könnte das Folgeschäden hinterlassen. Buy
Ähnlich verhält es sich mit Trickski's "The Warm Up", das im großartigen CB Funk-Remix dem Sounddesign eines Floating Points gar nicht so unähnlich ist. Etwas langsamer und eleganter, aber ähnlich effektiv. Buy
Der obligatorische Madlib-Beat zum Schluss. Auch wenn mich seine unzähligen Alben, Mixtapes und Kollabo-Alben in diesem Jahr bislang nicht überzeugt haben, bleibt auf den Mann aus Oxnard stets Verlass. Zwischen Papermill und Badu entscheide ich mich für Erykah, der Madlib hier mit "Umm Hmm" einen formidablen R&B-Groove auf den Leib schneidert, der auch TLC gut zu Gesicht gestanden hätte. Buy
Das Beste zum Schluss? Weiter nach dem Sprung!
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Letzten Sonntag implizit angekündigt, jetzt - Cottam sei Dank - in komplett anderer und improvisierter Form zwischen Tür und Angel hingekackt: it's the schwofing Slo-Mo-House-Disco-Minimix featuring another tearjerker at the end and extra sloppiness around the 17 and 21 minute-mark. Nicht so sauber wie erwünscht, dafür aber 100% Vinyl. Ist ja im Zweifelsfall auch ein Argument. Und 'ne Tracklist gibt's dieses Mal obendrauf.
In Einstimmung auf das Wochenende empfehle ich den "Trickski In Love Mix", den das Berliner-DJ- und Produzenten-Duo Trickski gerade eben auf Soundcloud hochgeladen hat. Leicht düster, warm und hypnotisch und, achja: Funky, wie es einem gefällt.
Apropos Trickski: Ihren Remix für Chopstick & Johnjon auf dem aus "Ballsaal Music" hervorgegangen, neu-gelaunchten Label "Suol" hat der Kollege Aigner bereits hier präsentiert, dennoch finde ich, dass er ein bisschen mehr Stellenwert verdient hat. Unglaublich klar im Sound, bedacht mit überraschenden Breaks und hypnotischen Strings sowie einer überzeugenden Bassline, findet sich der Track - so prognostiziere ich - am Ende des Jahres in vielen Jahrescharts wieder. Ansage! Eine EP auf Delusions Of Grandeur ist in den Startlöchern, die EP "Lost Jams" auf "Still Love 4 Music" ist ebenfalls nicht zu verachten. Watch out!
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