Ursprünglich war Madlib’s Medicine Show als monatlich erscheinender Instrumental-Release geplant. Der neunte Teil der Serie tanzt da ein wenig aus der Reihe. Zum einen, weil Teil 8 (der sich dem Jazz widmete) und Teil 10 (widmete sich der Disco-Ära) bereits erschienen sind. Vor allem aber wird das Album als einziger Teil der Serie vollständig berappt werden. Dafür zuständig zeigt sich der Detroiter Rapper Frank Nitt. Ein Rap-Album im ursprünglichen Stile wird Madlib Medicine Show #9: Channel 85 presents Nittyville sein: Ein Produzent und ein Producer, ein Album voll mit »stunts, blunts and hip-hop«. Channel 85 ist dabei der fiktive Fernsehrkanal auf dem die Serie Nittyville ausgetragen wird. Ein Konzeptalbum also, dass wie ein Reality-Musical aufgebaut sein soll.
Die neuen Shirts aus dem Hause Stones Throw kommen mit dem Design von Madlib’s Medicine Show #11, entworfen von dem Designer Gustavo Eandi. Auf dem Print verlieren sich abstrakte Objekte in Rauchschwaden, chemischen Dämpfen oder in den wabernden Formen eines LSD Trips – wobei wir die genaue Interpretation dem Träger überlassen wollen. Genauso die Wahl der Farbe: schwarz und rot stehen zur Auswahl. Wobei das rote Shirt denjenigen ans Herz gelegt sei, die vermeiden wollen, dass sich der Gesprächspartner im Design des T-Shirts verliert und sich nicht so recht auf die Konversation konzentrieren mag. Das Rot sagt: »Stop, lass die Hypnose nicht zu, wir bleiben heute ganz im Hier und Jetzt.« Das schwarze Shirt hingegen will Träger und Betrachter nicht erziehen, sondern zum Abdriften einladen. Wir sagen »Nein« zu allem Bösen, und »Ja« zu leicht halluzinogenen Madlib-Shirts.
Wenn namhafte Artists an dem Punkt angelangt sind, an dem sie ein selbstbetiteltes Album ankündigen, weiß man dass etwas ganz Besonderes kommen muss, ansonsten geht’s steil bergab. James Pants scheint bestens gerüstet für diesen wegweisenden Punkt seiner Karriere und erinnert uns auf seiner selbstbetitelten, in ungefähr sechs Wochen erscheinenden Stones Throw-LP daran, warum Nerds ohne seinen musikalischen Output nicht mehr leben können. Der Typ kennt keine Grenzen und vermengt ungeniert rohen Garage Rock der 80er mit Boogie und experimentellen Synthie-Spielereien, dabei fressen sich die unterschwelligen Melodien sofort ins Hirn. Crossovern mit Stil will gelernt sein, und Herr Pants macht das definitiv besser als alle anderen.
J.Rocc demonstriert mit seinem Stones Throw-Release "Some Cold Rock Stuf" einmal mehr, dass man kein Mann der großen Worte sein muss, um großartigen HipHop zu fabrizieren. Naja, eigentlich handelt es sich bei dem coolen Werk um eine Ansammlung knochentrockener, schmutziger Funk Tunes, die man einfach lieben muss, wenn man nicht gerade auf einen glattpolierten Kommerz-Sound steht. Versteh uns nicht falsch, "Some Cold Rock Stuf" ist weder ein Mixtape, noch ein DJ- oder Beat-Album – es handelt sich um einen richtigen Longplayer, der dich um den Verstand bringt, wenn du dich vollständig auf die Musik einlässt. Auch sehr cool: Jede Vinyl- und CD-Pressung enthält eine von J.Rocc produzierte Mystery Disc, von denen nur drei unterschiedliche in Umlauf sind. Und Poster sowie Sticker Sheet gibt's bei uns auch noch oben drauf.
Fast pünktlich zum Valentinstag kommt ein weiteres klassisches Raph Rashid Foto, diesmal nicht auf Stüssy T-Shirt sondern als quadratisches Poster für die Butze. Sehr schönes Ding!
Nachdem sich Stones Throw-Subdivision Now-Again Records 2009 entschlossen hat, das Jazzman-Debüt der Natural Yogurt Band erneut aufzulegen, war man offenbar so angetan von der Combo, dass in Kürze ein zweiter Longplayer mit dem Titel "Tuck In With..." folgt. Da Peanut Butter Wolf eigentlich immer den richtigen Riecher hat, klingen auch die jüngeren Aufnahmen wie ein Sammelsurium an feisten Samples, garniert mit einem guten Schuss Psychedelic sowie Einflüssen, die weiter reichen als noch vor ein paar Jahren. Es scheppert, knarzt, groovt und pumpt wie zu der Zeit, als Heroin die Medizin der Musiker war. Auch sehr schön, dass Now-Again an dem Format Doppel-10 Inch Gefallen gefunden hat.
Hit or miss, truth or dare, hot or not. Neue Tracks von Madvillain, James Pants, J.Rocc, MED, Dâm-Funk, Steve Arrington sowie Neulinge (im Labelroster) wie Jonti Dan aka Danimals, The Stepkids, Vex Ruffin, Myron & E und Bryant K Steward. So klingt Stones Throw anno 2011.
Tracklist nach dem Sprung.
Carhartt Berlin feiert die runde 10. Da feiern wir mit. Hauptanimateur des Abends sind dann auch gleich folgende Schwergewichte: James Pants (Stones Throw Rec. / LA), Suff Daddy (Melting Pot Music / Berlin), Marcel Vogel (Lumberjacks in Hell / Amsterdam), The Smells (Carhartt / Berlin),Marvin Suggs (Icon Berlin), Audiotrucs (2on1 Stroke / Berlin) & Digitate (Pink-Pong / Berlin). Bis Samstag im M.i.k.z !
Kurz gesagt: Das T-Shirt des Jahres ist da! Genial ausgedacht und ausgeführt von Parra,James Pants & den Jungs von Stones Throw. Leicht debil aber schön cool!
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