Der Masse an Beats aus LA nach zu urteilen, müsste in der Big City of Dreams, die Detroit als Beatwerkstatt endgültig abgelöst hat, jeder mit einem Sampler unter dem Arm durch die Gegend laufen. Ras G scheint an seiner MPC jedoch nicht in seiner Küche in LA, sondern in einer Raumsonde, die ihre Kreise durch unser Sonnensystem zieht, gebastelt zu haben. Das Debüt des Labelinhabers Brotha From Anotha Planet droppte aus dem Kosmos in die Mitte des Brainfeeder-Kollektivs und schöpfte aus der irdischen Musikgeschichte von Sun-Ra über Portishead bis Public Enemy in die Zukunft des Jahres 3000 auf dem Planeten Mars. Nach FlyLos eigenen Aussagen gibt es gerade niemanden, der klingt wie Ras G. Der überzeugte Rastafari interessiert sich indes nicht die Bohne für die Aufregung um seine Person, sondern raucht lieber weiter Blunts und guckt in die Sterne. Mit dem zweiten Stück Afrofuturismus_Down To Earth_ segnet der rätselhafte Astronom von einem anderen Planeten unsere Gefilde mit psychedelischer Beatphilosophie in einer schwer zugänglichen Kollage aus Dub, Hip Hop und Elektro.
Down 2 Earth von Ras G erscheint am 11.7. bei RAMP Recordings
Als Teil der Beautiful Swimmers mit "Big Coast" gerade unsere kleine Redaktionsjury völlig geplättet, als Maxmillion Dunbar für eines der Alben des Jahres verantwortlich, mussten wir den O-Ton, den uns Andrew Field-Pickering im Rahmen eines Gesprächs für das letzte HHV Mag geliefert hatte zum Jahresausklang einfach noch nachliefern. Das Beste: der Typ kann nicht nur Musik, sondern auch ist auch eines der dankbarsten Interview-Dates, das man haben kann. Auch wenn er zuvor unfreiwillig drei Skype-Verabredungen verpasste...
What´s the story behind the name Max Dunbar? We suppose there's a reference to Ian Dunbar in there, but who’s Max?
Ha I don’t really know who Ian Dunbar is, dude! Dunbar is my middle name, and my parents almost named me Max when I was born, so I just did it like that. Also, Andrew Field-Pickering is relatively unique but I’m not sure how well it rolls off the tongue...
What would you say is the common denominator of all those different projects you’re doing, personally and musically?
One of the common denominators is trying to innovate within a type of music, and even beyond innovate, morph what a genre is supposed to be. Its not really a conscious decision though, but there is a common thread. When I listen back to productions I can always tell that part of me was trying to make unexpected choices that flesh the music out in an innovative way.
Maxmillion Dunbar, unter anderem eine Hälfte der Beautiful Swimmers und Food For Animals MC, hat sein Debütalbum über Ramp draußen und es ist infuckincredible awesomeness all around. Hier seien exemplarisch mal 2 Tracks aus dieser Slo-Mo-Synth-Boogie-Proto-House-Pornographie erwähnt, aber ich triple-schwöre hochheilig: "Cool Water" ist der ganz heiße Scheiß, front to back:
Max D - Lemon & Lime:
Max D - Girls Dream
Und weil Maxe, der eigentlich Andrew heißt, auch noch ein ganz ein großer DJ ist, sei auch folgender Podcast noch lobend erwähnt:
Maxmillion Dunbar - PG Podcast 16
Na kuck an, da hab ich doch tatsächlich Neuigkeiten im Leben von Steven Ellison verpasst. Dank der Generation Tapedeck ist der Fehler aber gleich ausgebügelt.
Oben findet sich ein wirklich hervorragend gemachter Videozusammenschitt zu "Los Angeles" (remember?) und unten ein Mixtape von Fly Lo, Samiyam und Ras-G. Hot Fyah!
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