Mittlerweile ein paar Wochen alt, ist diese bezaubernde Platte in den letzten Tagen auch endlich wieder in den Berliner Lagern eingetroffen. Die Rede ist von Omar-S perkussivem Gewaltwerk "Da Teys", dessen tribalistische Einlage an Großtaten Kenny's & Louie's erinnert. Unberechenbar, wie man das aus Detroit gewohnt ist, packt Omar-S mit "All I do" die 15-Jahre alte Roy Davis Jr.-Hommage an Stevie Wonder auf die B-Seite und sorgt damit auch noch anno 2010 2011 für Entzückung.
Detroit mag als Stadt leider vor die Hunde gehen, in Sachen Produzentennachwuchs brauchen sie sich nach wie vor wenig Sorgen zu machen. Omar-S fragt einfach seinen kleinen Cousin, der dem Namen nach schon ein ganz Großer ist, der steuert ihm kurzerhand Tracks bei und Omar-S legt noch mal den letzten Feinschliff drüber. Fertig ist die nächste überzeugende Detroit-Maxi.
Kollege Aigner und ich haben vor einem Monat die dürftigen Snippets bereits ganz groß gefeiert, jetzt erscheint Rick Wilhites dritte Vorab-Compilation-EP inklusive des dreckigsampligen Detroit-Disco-Cut-Up-Soul-House von Kyle Hall auch endlich auf Vinyl und wir freuen uns gewaltig. Erinnert mich ein wenig an Omar-S' Supremes-Hommage.
Martyn lässt Efdemins Glocken wieder läuten - no pun intended.
Aus dem monströsen 4x4 Tool wird auf der B-Seite ein hibbeliges Break-Monstrum, das sich beinahe in die Subkategorie 'Funky' einsortieren lässt.
Auf der A-Seite produziert Martyn ein elegisches Mini-Kammerkonzert, wie man es wohl am ehesten mit Omar S' Kickdrum-freier Version von "Psychotic Photosynthesis" vergleichen kann.
Keine Kommentare »