Good Times. Auf MTV läuft “Blame it on the Boogie” statt Silbermond und Pete Rock beschert uns doch noch ein sauberes, posthumes Album von James Yancey. Außerdem: Scienz of Life, Mos Def, Grand Puba, Wiley, Tectonic, Falty DL, Manuel Tur, The Emperor Machine, Dinosaur Jr., Tortoise, Pepe Bradock, Bibio, Black Meteoric Star, Major Lazer, La Roux undundund
Und die letzte EP (inna die Inventur auf 24 verewigt) sollte man sich auch rauslassen. Selten war Minimal House so funky, groovy und eben doch nicht minimal wie bei den drei Herren.
Elefantenrunde im Mai. Em, Busta, Meth & Red, Cam alle wollen sie, aber nicht alle konnten die Erwartungen erfüllen. In Rucksack-Hausen atmet man dank Finale, Big Tone, Torae, Grouch & Eligh oder Tanye Morgan auf. Beats gibt’s auch, Paul White und Testiculo Y Uno sei Dank.
Ubiquity beansprucht die Funk/Soul/Jazz-Sektion fast für sich alleine und alle Discoschwofer werden dank Dimitri from Paris, Faze Action, John Daly, Babla, Buari und dem norwegischen Traumpärchen Lindstrom & Prins Thomas auch glücklich. Dazu die Exkursionen von Laurent Garnier, Nathan Fake, Luke Hess und The Field, die morbide Louderbach-Platte, der clevere Pop der Junior Boys oder Phoenix und wir haben einen Monat hinter uns auf den man sich über den Grill hinweg durchaus mal ein “Prösterchen” zuwerfen darf.
Die vielleicht meist gehypte Kollabo des Jahres hat gehalten was man sich versprechen konnte, wenn ihr mich fragt. Kacke nur, dass die 12" noch ein paar Tage auf sich warten lässt, dafür ist jetzt ein (semi-)offizielles Video aufgetaucht.
In Sachen Hip Hop wurde im April durchaus gegeizt, immerhin aber gab es mit Jadakiss und Rick Ross zweimal solides Breitwand-Entertainment, Blame One gelang eine klassizistische Bestandsaufnahme und Two Fingers dekonstruierten erfolgreich Grime und Snap Music.
Umso produktiver war die Musiklandschaft in Sachen Funk, Jazz und Disco: Mulatu Astatke, Fred Fisher, El Michels Affair, Nostalgia 77, Peter Fish, The Sweet Vandals, Juan MacLean, In Flagranti, Permanent Vacation – die Hölle los in Hip Hop Hausens Vorort.
In elektronischeren Gefilden melden sich die Electroclash-Alumni fast alle gleichzeitig zurück: Tiga, Hell, Miss Kittin & The Hacker, Fischerspooner, Peaches – alle mit neuen Alben am Start. Wer er subtiler mag wird von Stimming, Moderat und Tokyo Black Star bedient, die Insel ist mit El-B, Boxcutte, Bat For Lashes oder Various Production auch wieder stark vertreten und gen Ende darf man sich vor zwei Legenden verbeugen. Ach und die Yeah Yeahs Yeahs, Art Brut und Basti Grub tauchen auch noch auf...
Ital Tek, den meisten bekannt als eine von Planet Mus IDM meets Dubstep-Bastionen, verschenkt einen Track. Eine neue EP ist für Anfang Mai angekündigt.
Könnte für die 90 BPM-Fraktion etwas schwer vermittelbar sein, aber meine Fresse, was ein abgründiger Track. Vielleicht das beste Stück Emo-Techno seit Pantha du PrincesLong Blondes Remix.
Booyaka, gleich noch ein starker Monat. Kaum Totalausfälle (minus Mstrkrft), mit DOOM ist unser aller bester Freund zurück, Exile zerlegt gnadenlos seine MPC, Huss & Hodn sind dem Druck gewachsen, Michachu wird das Thema des Frühjahrs, Martyn und Fever Ray brillieren, Omar-S und Innervisions mischen furios und sogar Fans von Lagerfeuer-Romantik und Garagen-Rock werden bedient. Und in der wie immer kräftig Kraut & Rüben in der Salatschüssel durchschleudernden Playlist gibt es von tiefhausigem Afrobeat-Wahnsinn über dick auftragende Disco-Stomper bis hin zum Glitch State of the Art auch wieder alles das wo volle geil ist. Mahlzeit!
Der, nach meinem Gusto, bisher beste Remix des Jahres, ist nach monatelangem Warmlaufen im WeWeWe endlich auch auf Platte zu haben (und immer ratzfatz wieder ausverkauft, also Gas geben). Fast schon "Happy House" für 2009.
Na kuck an, da hab ich doch tatsächlich Neuigkeiten im Leben von Steven Ellison verpasst. Dank der Generation Tapedeck ist der Fehler aber gleich ausgebügelt.
Oben findet sich ein wirklich hervorragend gemachter Videozusammenschitt zu "Los Angeles" (remember?) und unten ein Mixtape von Fly Lo, Samiyam und Ras-G. Hot Fyah!
Vor einer halben Ewigkeit hier erwähnt, sind Chin Chin in unseren Breitengraden doch eher untergegangen. Trotz Def Jux. Obwohl Josh Hartnett sich auf ihren Konzerten blicken lässt. Vielleicht ändert sich das ja mit obigem Video.
Nach einem traditionell ruhigen Januar, erwachte auch die Musikindustrie aus dem Winterschlaf. Instrumentale Wertarbeit, eine Grande Dame-Invasion, Next Level Dub, ekliges von The Prodigy, Humpta Humpta Tätäräää und überhaupt...
Numero 8 hat nicht nur ein (etwas liebloses) Video (Danke, RA!) gespendet bekommen, die Afterhour-Gänsehaut-Hymne ist nun doch auch auf Vinyl erschienen.
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