Entries tagged as inventur

Ohne mich jetzt zu sehr auf biologisches Glatteis begeben zu wollen, aber es ist schon einigermaßen faszinierend, wie die Musik das Wasser imitiert. Selbstreinigung deluxe. Und eben weil der Februar so schwach war, folgt jetzt natürlich ein starker März. Give it up for Mutter Natur. Dafür u.a. verantwortlich: Gonjasufi, Erykah Badu, Peter Van Hoesen, Scuba, Madlib, Kankick, Broken Bells, Toro Y Moi, Bonobo und ein indischer Drum-Machine-Derwisch aus dem Jahre 1982…
Weiterlesen

Nicht nur das Wetter war kacke in den letzten Wochen. Auch für alle Nicht-Gitarreros war der Februar, hinsichtlich des Albumformats, ein unterkühlter Monat. Das ein oder andere Schmankerl konnte mit etwas Geduld dennoch geborgen werden und der 12”-Markt gab, wie immer eigentlich, einiges her.
Weiterlesen

Ja, die Plattenindustrie leckt im Januar primär ihre Wunden und sendet Stoßgebete gen Himmel. Und ja, im Dezember überschwemmen sauteure Best-Of-Boxsets den Markt für zahlungskräftige Weinkenner und alternde Has-Beens langweilen mit den immer selben Weihnachtsmarkttaktiken. Wenn man aber aus der Not eine Tugend macht und beide Monate zusammennimmt, lässt sich ein durchaus versöhnliches Resümee ziehen. Four Tet, Blockhead, Andres, Trus’me, Reagenz, Emptyset, Lindstrom & Christabelle, Larry Gus, Monolake – alles tolle Alben. Wenn man dann noch bei einigen anderen galant das Fett abtrennt, kann das Lamentieren eingestellt werden. Gibt ja nun wirklich schlimmere Sachen als Musik: Haiti, Schnee, Oettingers Englisch – you name it…
Näheres hier

So, nach der extrem langen letzten Folge war der November Kindergeburtstag. Was aber nicht heißen soll, dass man nicht trotzdem einiges verpassen könnte, wenn man an dieser Stelle abbricht. Edan redefiniert die gängige Vorstellung was ein Mixtape zu sein hat, die Black Keys machen in Hip Hop und das auch noch gut, Robot Koch bringt den Wackeldackel mit gestandenen Songs zusammen, King Midas Sound wabern tief wie Lee Perry, Patrick Cowley bleibt ein Gott, Ze Records öffnet die Archive, Jason Fine und Leroy Carson rumpeln mit Zeitverzögerung um die Wette, Claude Vonstroke macht Techno für Hip Hop Fans und Devendra Banhart bleibt ein dufter Typ. Verrisse gibt es auch. Reichlich. Aber der Reihe nach…
Näheres hier

Nach einmonatiger Pause gibt es viel aufzuarbeiten. Die halbe 90er-Schickeria hat in den vergangenen 8 Wochen Alben veröffentlicht, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Hud Mos Warp-Debüt liegt vor, Shackleton, Hyperdub, Mary Anne Hobbs, 2562 und Falty DL arbeiten weiter daran, die insulare Bass-Kultur aufs nächste Level zu hieven, Matias Aguyao, Circus Company und Linkwood züchten hübsche Promenadenmischungen heran, kantige Soulmusik ist auch noch am Leben. Und Dam-Funk, The Raveonettes, The Big Pink, Redshape und gut 30 andere wären damit immer noch nicht erwähnt…
Näheres hier

Während im September die halbe 90BPM-Schickeria auf den Markt drängt, ist in Sachen Hip relativ wenig zu vermelden. Wie immer einige gute instrumental gehaltene Sachen, dazu der König des Emo-Straßenrap-Dings und ein paar alte Bekannte in durchschnittlicher Form. Solange “Und Sonst So” diese maue Ausbeute aber wieder einmal souverän aufhängt (man höre stellvertretend Zomby, The XX, Neil Landstrumm oder Zoot Woman, ist von der von Herrn Carter unlängst proklamierten Great Depression nocht nichts zu spüren.
Näheres hier

Alchemist, K.I.Z., AZ, DJ Spinna, Cage, Trife, Chali 2na, Prodigy, Fabolous, K-Def – zumindest nominell fährt Hip Hop Hausen im Juni so einige Großkopferte auf. Und sonst so übt sich unterdessen wie immer im großen Genre-Spagat und findet Zeit für die avantgardistischem Exkursen Moritz von Oswalds, den Hedonismus von Passion Pit, das Geklöppel von Fukkk Offf, den komplexen House eines Bruno Pronsatos, den Trommelfellterror Clarks oder die großen Fusionen Andres’ oder Karizmas.
Näheres hier

Good Times. Auf MTV läuft “Blame it on the Boogie” statt Silbermond und Pete Rock beschert uns doch noch ein sauberes, posthumes Album von James Yancey. Außerdem: Scienz of Life, Mos Def, Grand Puba, Wiley, Tectonic, Falty DL, Manuel Tur, The Emperor Machine, Dinosaur Jr., Tortoise, Pepe Bradock, Bibio, Black Meteoric Star, Major Lazer, La Roux undundund
Näheres hier

Elefantenrunde im Mai. Em, Busta, Meth & Red, Cam alle wollen sie, aber nicht alle konnten die Erwartungen erfüllen. In Rucksack-Hausen atmet man dank Finale, Big Tone, Torae, Grouch & Eligh oder Tanye Morgan auf. Beats gibt’s auch, Paul White und Testiculo Y Uno sei Dank.
Ubiquity beansprucht die Funk/Soul/Jazz-Sektion fast für sich alleine und alle Discoschwofer werden dank Dimitri from Paris, Faze Action, John Daly, Babla, Buari und dem norwegischen Traumpärchen Lindstrom & Prins Thomas auch glücklich. Dazu die Exkursionen von Laurent Garnier, Nathan Fake, Luke Hess und The Field, die morbide Louderbach-Platte, der clevere Pop der Junior Boys oder Phoenix und wir haben einen Monat hinter uns auf den man sich über den Grill hinweg durchaus mal ein “Prösterchen” zuwerfen darf.
Näheres hier

In Sachen Hip Hop wurde im April durchaus gegeizt, immerhin aber gab es mit Jadakiss und Rick Ross zweimal solides Breitwand-Entertainment, Blame One gelang eine klassizistische Bestandsaufnahme und Two Fingers dekonstruierten erfolgreich Grime und Snap Music.
Umso produktiver war die Musiklandschaft in Sachen Funk, Jazz und Disco: Mulatu Astatke, Fred Fisher, El Michels Affair, Nostalgia 77, Peter Fish, The Sweet Vandals, Juan MacLean, In Flagranti, Permanent Vacation – die Hölle los in Hip Hop Hausens Vorort.
In elektronischeren Gefilden melden sich die Electroclash-Alumni fast alle gleichzeitig zurück: Tiga, Hell, Miss Kittin & The Hacker, Fischerspooner, Peaches – alle mit neuen Alben am Start. Wer er subtiler mag wird von Stimming, Moderat und Tokyo Black Star bedient, die Insel ist mit El-B, Boxcutte, Bat For Lashes oder Various Production auch wieder stark vertreten und gen Ende darf man sich vor zwei Legenden verbeugen. Ach und die Yeah Yeahs Yeahs, Art Brut und Basti Grub tauchen auch noch auf...
Näheres hier

Booyaka, gleich noch ein starker Monat. Kaum Totalausfälle (minus Mstrkrft), mit DOOM ist unser aller bester Freund zurück, Exile zerlegt gnadenlos seine MPC, Huss & Hodn sind dem Druck gewachsen, Michachu wird das Thema des Frühjahrs, Martyn und Fever Ray brillieren, Omar-S und Innervisions mischen furios und sogar Fans von Lagerfeuer-Romantik und Garagen-Rock werden bedient. Und in der wie immer kräftig Kraut & Rüben in der Salatschüssel durchschleudernden Playlist gibt es von tiefhausigem Afrobeat-Wahnsinn über dick auftragende Disco-Stomper bis hin zum Glitch State of the Art auch wieder alles das wo volle geil ist. Mahlzeit!
Näheres hier

Nach einem traditionell ruhigen Januar, erwachte auch die Musikindustrie aus dem Winterschlaf. Instrumentale Wertarbeit, eine Grande Dame-Invasion, Next Level Dub, ekliges von The Prodigy, Humpta Humpta Tätäräää und überhaupt...
Näheres hier

Wie gewohnt wenig los im Bereich 90 BPM zu Beginn des Jahres, aber immerhin gibt es noch einige spannende Überbleibsel aus Nullacht zu begutachten. Außerdem: Animal Collective, Franz Ferdinand, Antony & The Johnsons und zwei afrophile Polen…
Näheres hier

Zum Jahresausklang eine Doppelfolge mit Kanye, Common, Luda, EPMD, Scarface, John Robinson, Madlib, Ras-G, Oizo, Carl Craig, Skull Disco, Metro Area, Starkey, Zomby, Deerhunter undundund…
Näheres hier

Q-Tip gewinnt das jahrelange Armdrücken mit blassen A&Rs, Detroit meldet sich zurück, alte Männer und ewig junge Amazonen geben Lebenszeichen von sich, Golden Bug macht Spaß, Deichkind besoffen und in der elektronischen Tanzmusik ist die Hölle los.
Näheres hier.
Kommentare (6)