Das Plastic People entwickelt sich langsam zur Bar 25 Londons. Nicht in Sachen Afterhour-Verstrahlung, sondern in Bezug auf die unendlichen Schließungsspekulationen. Nach dem medialen Aufschrei vor einigen Monaten ist der Gau jedenfalls abgewendet, das Plastic People wird nicht geschlossen. Grund genug für Four Tet, dort seine Residency wieder aufzunehmen. Genau dies feiert sein Beitrag zur Fact Mix-Reihe mit Wummer-Bass und Gänsehaut-Atmosphäre:
Ende vergangener Woche war Mark E zu Gast in Tim Sweeney's Beats In Space-Sendung und warf den meiner Meinung nach bislang gelungensten DJ-Mix des Jahres vom Stapel. Neben aktuellen Hits (wie dem wunderbaren unbetitelten Stück auf der Workshop 10-B1) gibt es traditionelle Kost von Bobby Konders, Chez Damier und Ramos, serviert mit einer Vorschau kommender eigener Releases ("Chicago Damn - Hold On" wird ganz sicher einen Platz in meinen Jahrescharts finden) und Remixes.
Während Soul Clap's R&B-Edits auf Wolf + Lamb zur Zeit noch in aller Munde sind, setzt das Label zum nächsten Wurf an und verschenkt sechs ausgewählte Tracks/Edits ihres Jungspunds Nicolas Jaar. Völlig free, ohne E-Mail-Adresse und dazu noch in ordentlicher Qualität, wie man es mag. (Komplett gehört habe ich sie noch nicht, darf man den Kollegen von Resident Advisor Glauben schenken, verstecken sich hier ein paar hübsche Neuinterpretationen von Grateful Dead, Nina Simone und New Order).Edit: Jetzt auch zum Vorhören:
While on tour in Croatia this week, Dam-Funk put together a mix called The Future of Modern Funk which aired today on Mary Anne Hobbs BBC Radio 1 show.
Ich leite mal ein mit fremden Worten, das macht man viel zu selten:
"The man hailing from the 6th Borough drops 2 & 1/2 hours of tuneage as only he can.
Needing absolutely no introduction, the legendary Mr Smith shows once again why he's one of the UK's most respected underground jocks. Carving up soulful pitch-down goodies with disco, house, garage and more, this ones gonna be on repeat for a while."
No doubt about it, aber überzeugt euch ruhig selbst.
Das höchstgeschätzte Label Eglo Records ist euch hier im Blog schon häufiger über den Weg gelaufen und hat (zumindest bei uns) meistens Begeisterungsstürme hervorgerufen. Weitere Großtaten des kleinen Londoner Imprints stehen bevor, so dass an dieser Stelle auch gerne auf ein paar Kollegen verwiesen werden kann, die sich an diesen Tagen alle verstärkt dem Thema widmen. Zum einen wären da Resident Advisor, die im Juli Eglo als "Label Of The Month" küren und den Werdegang des Labels unter die Lupe nehmen sowie Alex Nut exklusiv an die Regler lassen. (Download) Das Red Bull Music Academy-Radio hingegen lässt die wichtigsten Vertreter des Labels (Alex Nut, Floating Points, FunkinEven, Fatima & Shuanise) gleich in einem Fireside Chat selbst zu Wort kommen und präsentiert nebenbei deren wichtigsten Veröffentlichungen. Sam Shepherd, seines Zeichen das in den vergangenen Monaten meist gerühmte Aushängeschild des Labels,wird gar solo vernommen. Die Kollegen vom Fact Magazine greifen das ganze auf und sind schon ganz wuschig auf das bevorstehende Floating Points-Ensemble Album, das irgendwann im Winter auf Ninja Tune erscheinen soll. Nicht zu verdenken, wer ist das nicht?
Sommer! Dazu eine Stunde verspielter, leicht cheesiger Edits zwischen James Brown, George Benson, Mike Oldfield, Lenny Kravitz, Curtis Mayfield, Spandau Ballet, Robin S, Spacek/Billy Paul, Maze, Mtume/Biggie und Maxwell auf ein Hundert Beats per Minute. The weekend is here.
Upmyalley und Melting Pot runden das gelungene Beat BBQ des vergangenen Monats mit einem kleinen Extra-Tape ab, das bisher nicht veröffentlichte Beats von Dexter, moO, Adlib, Twit One, Hubert Daviz, Tobrock, Powell und Suff Daddy enthält und hier runtergeladen werden kann. Nice that!
In der neuen Ausgabe ihres hauseigenen Podcasts punktet Stones Throw mit einem Livemitschnitt Mayer Hawthorne's und seiner Band 'The County' beim diesjährigen Konzert im Berliner Festsaal Kreuzberg vom 20. Mai. Wer nicht dabei war, oder wer dabei war, oder wer gar nicht dabei sein wollte und für alle anderen (vor allem die Mädels) auch:
Joy Orbison, Floating Points oder ganz aktuell Caribou. Mister Four Tet muss nicht lange darum bitten bis ihm der jeweils gefragtete Produzent der Stunde mit einem Remix zur Seite steht. Vinyl kommt im Juli, den Song gibts aber ab sofort und frei zum Download.
Die Soundcloud-DJ-Sets-Instanz schlechthin R_Co hat pünktlich zum Wochenende ein paar Sets hochgeladen, die es für ein ausgedehntes Wochenende zu empfehlen gilt. Nummer eins ist DJ Sneak, der seinen jackigen und äußerst funkigen Houseentwurf über zwei Stunden entfalten lässt bis er mit dem großen Daft Punk-Gewitter zum Schluss auch den letzten auf der Tanzfläche in seinen Bann zieht. Weitaus 'deeper' und auf seine Art auch 'rauher' folgt Prosumer mit seinem Beitrag zu Tim Sweeneys Beats In Space-Sendung, der drei Jahrzehnte House-Geschichte in höhere Sphären befördert (Tracklist hier). Das Highlight aber ist der oben verlinkte Mitschnitt aus dem guten alten Techno-Tempel Omen, in dem Laurent Garnier anno 1996 ein amtliches Techno, Acid und Breakbeat-Feuerwerk abbrennt. Rough, rugged & raw wie man es mag. Ein schönes Wochenende!
Nur nicht heut' oder morgen... irgendwann...Jetzt gibt es ein neues Stück von Madvillain auf die Ohren.
“PAPERMILL” IS THE FIRST RELEASE FROM THE NEW MADVILLAIN ALBUM WHICH DOOM & MADLIB BEGAN RECORDING IN 2009. THE ALBUM IS CURRENTLY A WORK-IN-PROGRESS AND WILL BE RELEASED ON STONES THROW RECORDS.
In collaboration with Laid Back Radio, musician/visual artist Strand will release a new 7″ record on May 15th. ‘Dub! / Mac 8′ is available now as a free download, but on May 15th there will be a limited amount of 300 copies available on vinyl.
Alle, die dieses House-Ding schon ein wenig länger mitmachen, werden sich an die Zeit gegen Ende der 1990er-Jahre erinnern, in der man eine Gruppe von vielleicht einem Dutzend House-Produzenten, die alle aus verschiedenen Städten kamen und deren Sound doch für die Entwicklung der anderen maßgebend war, als die sogenannten "Da Mongoloids" bezeichnete. Diese Gruppe stand für einen roughen, dreckigen, irgendwie 'straßentauglichen' und äußerst samplelastigen House-Entwurf, der heutzutage größenteils wieder aus dem Fokus gerückt ist. Neben Leuten wie DJ Sneak, Daft Punk oder Armand van Helden, zählt man noch Roger/Junior Sanchez, Ian Pooley, Gene Farris, Rhytm Masters und die Basement Jaxx zu diesen "Mongoloids". (Namensgeber dieser Crew, ohne historische Gewähr dürfte dieser van Heldensche Wahnsinn gewesen sein...)
Und da man zu dieser Zeit noch Tapes aufnahm (die man heute mühelos digitalisieren kann um sie daraufhin bei Soundcloud hochzuladen) möchte ich euch hier ein Tape von 2000 nicht vorenthalten, dass sich thematisch zwar nicht wirklich am Thema "Da Mongoloids" festhielt (und zudem ziemlich viele franzöische Produktionen enthält) , deren Sound dennoch sich auf den 95 Minuten ordentlich manifestiert. Wer eine Tracklist will, soll aufschreien, das könnte aber eine Weile dauern.
Komisch, dass dieser Sound heute wirklich ein bisschen 'prollig' wirkt und sich die Entwicklung von House doch stark in eine tiefere Richtung gewandt hat. Andererseits halten heute (immer noch) viele Leute zwischen A-Trak, van Helden oder Filthy Dukes die Fahne für diesen gnadellosen Sound hoch. Nun ja. Enjoy!
Keine Kommentare »