Aigner's Favorite Tracks Of The Year (so far)
16 July 2010



Eine, jeden Soundcheck zur Farce machende, Bassdrum, Jack/Clap-Wahnsinn und Synthmelodien outta Chicago-via-Detroit: ja, es fiele leicht Basic Soul Units "In The Trunk" mit zynischen Pr-Schwachmaten-Floskeln wie "Innovationskraft" und "Fortschrittsglauben" auf dem Retroschrotthaufen zu entsorgen. Man kann aber auch einfach mal auf Bauch, Beine und Po hören, sich ins Jahr 1988 beamen lassen und glücklich sein. Vinyl kommt hoffentlich bald...





Deep Medi Music hatte ich die letzten 1-2 Jahre immer unter "Hyperdub Lite" abgespeichert. Völliger Unfug, wenn man den brillanten 95 BPM-Stepper "Smooth Skin" von Quest hört. Oder aber das sogar noch - äh, Vorsicht es folgt ein abgedroschenes Adjektiv - magischere "Heavy As Stone" vom ewigen Alleskönner Mark Pritchard. Diese Vocals... Buy





Ja, ja "Get By" Redux. Pathos? Auch. Zu viel sogar. Aber Gänsehaut bleibt bei mir immer noch ein Gradmesser. Und genau die stellt sich auch nach Durchgang Nummer 50 noch ein. Reicht? Reicht. Die Rede war übrigens von Reflection Eternal und "In This World". Buy






Kritiker-Faux-Pas Nummer Eins: Einen Edit charten, dessen Original man nicht kennt. TBDs Rearrangement-Fähigkeiten stehen im Falle von "Get To My Baby" also nicht auf dem Prüfstand. Aber spielt das wirklich eine Rolle, wenn man derart funky knatterden Disco-Soul als Rohmaterial findet? Buy





Ohne Floating Points geht's nicht. Paul pickt "Shark Chase", ich nehme die A-Seite "Peoples Potential".. Warum? Weil ich mal Orakel spiele und dieses im entspannten Tempo dahinrollende Acid-Boogie-Monstrum in den nächsten Jahren stilbildend sein wird, beziehungsweise schon ist. Buy





2010 ist das Jahr der Allerweltsnamen. Allein der Umstand, dass ich mich nicht endgültig festlegen will, ob nun Thomas Müller oder John Roberts die letzten Monate mehr die Scheisse platt gerockt hat, zeigt, wie begeistert ich von dem Nicht-mehr-so-ganz-Neu-Berliner bin. Und "White" ist mit seinen brillant kontrastierten Stolperdrums und dieser so virtuos modulierten Synthline vielleicht sogar noch besser als Roberts' Großtaten zuvor. Buy





Ich lege mich fest: wenn kein Wunder mehr geschieht, wird Actress' "Splazsh" mein Album des Jahres. Und dieses unterkühlte Carpenter-Wave-Monstrum "Maze" ist daran nicht ganz unschuldig. Buy





Kennie und Louie tun es wieder - mitnichten. Was in den letzten Jahren nach gewitzt verschwitztem NY-House klingt, stammte häufig aus der Feder von Lauer/Beißwenger. Aber das vergisst man angesichts solcher Großtaten wie dieser schonmal. Meister bei der Arbeit halt. Ach ja, Track-ID noch: Arto Mwambe - Love Lift (CB Funk Dub) Buy



"Angel Echoes" oder doch lieber "Plastic People"? Am Ende gewann letzteres. Weil es keinen Track gibt, der den 'neuen' Four Tet so schön repräsentiert wie diese Ode an die stets vor der Schließung stehende Londoner Club-Instanz. Und weil Four Tet auch im UK-Bass-Modus immer dieses unfassbare Gespür für Fragilität hat. Ach, Gänsehaut gab's auch hier. Reichlich. Buy





Die Nummer 1 nach dem Jump:

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Paul's Favorite Tracks Of The Year (so far)
15 July 2010

Das halbe Jahr ist um, Zeit also für eine Bestandsaufnahme. Was waren unsere Favorites, was hat überzeugt und was ist hängengeblieben? In den nächsten Tagen stellen euch die HHV.DE-Autoren/Blogger hier ihre bisherigen persönlichen Top Ten des Jahres vor. Wir erklären, erzählen oder lassen einfach mal den Track/Song für sich stehen. Paul macht den Anfang. Spontan aufgelistet, ohne Gewähr auf Vollständigkeit.





Anfangen möchte ich mit einem (kleinen) Bekenntnis zu Danilo Plessow, der ja bekanntlich auch hinter Motor City Drum Ensemble steckt. Seitdem er in den vergangenen Monaten diese gottverdammten Rhodes weglässt, wissen mich seine Tracks auch endlich zu überzeugen. Wenn er dann auch noch so analog-'oldschoolig' und in DJ-Sneak-Manier um ein kurzes Vocal-Sample herumjackt wie auf seinem Alias Jayson Brothers und dem verzückenden "The Game", verzeihe ich ihm später vielleicht doch noch die für mich unsägliche Raw Cuts-Serie. Buy





Nicht Omar-S, Moodymann, Theo Parrish, Andrès oder Kyle Hall. Zwar lieferte jeder der (vor-) genannten Protagonisten in diesem Jahr mindestens einen überragenden Beitrag ab, meine zwölf Punkte nach Detroit gehen trotzdem an Marcellus Pittman, der auf seiner Maxi "Erase The Pain" süffisant zwischen den Stilen wechselt und dem klaustrobphobischen Maschinenfunk "Sync" einen frechen R&B-Edit entegegensetzt. (Illa 5 Ela) Buy





Auf das Phänomen Drake habe ich bislang überhaupt keine Rücksicht genommen, bis mich die Kollegen von Weknowrap auf folgenden Freestyle aufmerksam gemacht haben, der mich gänzlich überzeugt hat. Kurz und schmerzlos: Irgendwie macht Drake heute die Musik, von der Kanye West nichts mehr wissen will. Nicht immer gut, aber immer ehrlich, jenseits von den üblichen Plattitüden, sowie amtlich produziert. Wer hält dagegen? Give it 2 Me! Buy







Wer derart gekonnt ein Boys-II-Men-Sample aus seinem Kontext destilliert und in einem typisch-englischen Stil-Hybrid in epische Sphären hievt, der hat den letz- und diesjährigen Hype um seine Person vollkommen verdient. Joy Orbison's EP "The Shrew Would Have Cushioned The Blow” kommt zudem mit amtlichen Actress-Remix, "So Derobe" bleibt für mich jedoch eindeutig das stärkere Stück. Buy





Meine Schwester mag es. Mein Bruder mag es. Meine Freundin sowieso. Meine Kumpels lieben es. Ihr auch, ich auch. Wenn sich in diesem Jahr alle auf einen Track einigen können, dann ist es Aloe Blacc's "I need a Dollar", das gleichzeitig den Titeltrack der fantastischen neuen Serie "How To Make It in America" markiert. No escapin' this. Buy





Sauce Money kannte ich bisher gar nicht, aber Sauce Money ist auf jeden Fall zurück. Und wie. Zur Single Snipershot bleibt nicht viel zu sagen. "Shit is crack" wie irgendjemand in den youtube-Kommentaren in Rapper-Manier trefflich zu resümieren versteht. Leider noch nicht auf Tonträger erhältlich.







Der nächste vollkommen legitime Hype dreht sich natürlich um Floating Points, der auf Shark Chase zu einer der größten Basskeulen der House-Geschichte ausholt. Try this at home, im Klub könnte das Folgeschäden hinterlassen. Buy





Ähnlich verhält es sich mit Trickski's "The Warm Up", das im großartigen CB Funk-Remix dem Sounddesign eines Floating Points gar nicht so unähnlich ist. Etwas langsamer und eleganter, aber ähnlich effektiv. Buy





Der obligatorische Madlib-Beat zum Schluss. Auch wenn mich seine unzähligen Alben, Mixtapes und Kollabo-Alben in diesem Jahr bislang nicht überzeugt haben, bleibt auf den Mann aus Oxnard stets Verlass. Zwischen Papermill und Badu entscheide ich mich für Erykah, der Madlib hier mit "Umm Hmm" einen formidablen R&B-Groove auf den Leib schneidert, der auch TLC gut zu Gesicht gestanden hätte. Buy





Das Beste zum Schluss? Weiter nach dem Sprung! Weiterlesen »

 

Yet Another Mix (110 BPM'ish)
7 May 2010


Letzten Sonntag implizit angekündigt, jetzt - Cottam sei Dank - in komplett anderer und improvisierter Form zwischen Tür und Angel hingekackt: it's the schwofing Slo-Mo-House-Disco-Minimix featuring another tearjerker at the end and extra sloppiness around the 17 and 21 minute-mark. Nicht so sauber wie erwünscht, dafür aber 100% Vinyl. Ist ja im Zweifelsfall auch ein Argument. Und 'ne Tracklist gibt's dieses Mal obendrauf.

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Tracklist nach dem Jump

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Random Track Of The Day #73
26 September 2009



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