22.01.10 CRACK HOUSE: DJ ZINC im ICON
21 January 2010



Erfinder des Crack House - housige Basslines & pumpende, minimalen Grooves:

Dj ZINC


Dope Skillz, Pacific, Tuned Air, Tyranny, 66%, Jammin oder einfach DJ Zinc - dieser Mann hat viele Namen. Bekannt durch seinen fantastischen Drum'n'Bass, produziert er seit vielen Jahren auch reine Breaks-Stücke und feinen 2-Step und ist inzwischen im sagenumwobenen Fidget House Sound angelangt, den manche auch als Crack House bezeichnen. - Als die gewaltige Acid House-Welle England überflutete, spülte sie auch DJ Zinc an die Turntables. Der Teenager begann Tapes zu machen und auf seine Mitgliedschaft bei dem Piratensender Tower Block FM folgte recht bald der erste Erfolg als Resident im heute legendären Desire Club. Im Jahre 1995 traf er mit seinem ersten Solo-Track "Super Sharp Shooter" (Ganja Records) und diesem einprägsamen HipHop-Sample genau den Nerv einer Generation und brachte HipHop-, Jungle- und House-Anhänger dazu, auf denselben Sound zu tanzen. Das war immer das Ziel und die grosse Errungenschaft von Jungle - Menschen aus allen Genres bzw. Schichten zusammenzubringen! 1996 machte DJ Zinc ein Bootleg des Fugees Songs "Ready Or Not", das die Ballsäle Britanniens orkanartig erfasste. Zur selben Zeit gründete er mit DJ Legende Hype und Pascal "True Playaz", Smasher wie "Reach Out" oder später "Casino Royale" brachten jeden Floor zum Beben. Nach zahlreichen Releases auf True Playaz, Global Thang und Frontline betreibt Zinc seit 2000 auch sein eigenes Label "Bingo Beats". Seine Bezogenheit auf die Nacht und die Dunkelheit hatten wohl auch einen starken Einfluss auf sein erstes Album "Faster" (2003). Entferntes Kritschen und Rascheln, kalte Breaks, mysteriöse Melodien nicht von dieser Welt und Bässe aus den tiefsten Tiefen der Schattenwelt kommen auf diesem Album zusammen und ergeben eine Mischung, die vermuten lässt, dass der Schöpfer ein leicht morbider Liebhaber der verschiedensten Genres ist. Heute geht er bei uns mit einem Fidget / Crack House Set an den Start. Die housigen Basslines werden in die pumpenden, minimalen Grooves eingepasst, was die genretypische hüpfende Unruhe erzeugt. So ultrafunktional die Beats operieren, so verspielt und albern klingen die Sounds. House wird zu Disco, Disco zu House, zwischendurch flirren Delays und Perkussionsgewitter erschallen. Neben Zinc und unserem Resident Marvin Suggs begrüssen wir heute auch Oliver $ von Made To Play, einem Label, das im Gegensatz zum gediegenen House-Sound auch eher zum Abpunken auffordert. Explosiv!

Zinc (Crack House-Set/Bingo Beats/UK)
Oliver $ (Made to Play/D)
Marvin Suggs (Duscholux/Oye Records/D)

Posted by: Alex | Tags: , , ,

 

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